Iridium-Flares
Stellen Sie sich folgendes vor: Sie betrachten den Sternenhimmel. Plötzlich leuchtet wie aus dem Nichts ein Stern auf, heller, als alle anderen am Himmel. Nach ein paar Sekunden wird er wieder unsichtbar. Was kann das sein? Ein Iridium-Flare!
Eine Telefongesellschaft (Iridium LLC Corporation) konzipierte Ende der neunziger Jahre ein System von 66 Telekommunikationssatelliten (Iridium ist das 77. Element im Periodensystem und ursprünglich waren 77 Satelliten geplant, daher der Name), die in einem niedrigen Orbit von rund 780 km die Erde umkreisen. Jeder Satellit besitzt drei Antennen mit stark reflektierenden Oberflächen, so können Sonnenstrahlen über den Umweg über den Satelliten die Erdoberfläche treffen. Dieser reflektierte Sonnenstrahl ist sehr schmal und deshalb nur in einem eng begrenzten Streifen von wenigen Kilometern Breite zu sehen.
Wenn Sie beim Beobachten genau hinschauen, können Sie den Satelliten bereits schon einige Sekunden vor dem "Flare" erkennen, auch danach ist er noch ein paar Augenblicke sichtbar.
Der Internet-Service "Heavens-Above" berechnet die Sichtbarkeiten der Iridium-Flares für beliebige Orte auf der Erde, so auch für Lübeck. Es werden nur die Überflüge angezeigt, die bei Dunkelheit stattfinden.
