Sternwarte schließt Ende 2016

Als der gemeinnützige Verein „Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.“ im Jahre 2007 die Trägerschaft der Sternwarte Lübeck übernahm, war dies nur möglich, weil die Hansestadt Lübeck die Infrastruktur (Gebäude und Unterhalt) für den Weiterbetrieb der Sternwarte zur Verfügung stellte.

Mit der Zusammenlegung der ehemaligen Johannes-Kepler-Schule und der Anna-Siemsen-Schule, jetzt Schule an der Wakenitz, am Standort der Anna-Siemsen-Schule haben sich diese Rahmenbedingungen geändert. Das Schulgelände der Johannes-Kepler-Schule wird zum Wohngebiet „Johannes-Kepler-Quartier“ entwickelt. Der Abriss der Gebäude, inklusive der Sternwarte, ist bereits für Anfang 2017 geplant. Im April dieses Jahres ist die Johannes-Kepler-Schule aus dem Schulgebäude ausgezogen. Die Sternwarte Lübeck folgt zum Ende des Jahres.

Der Auszug benötigt eine gewisse Vorbereitung. Deshalb endet die Herbst-/Winter-Vortragssaison 2016 bereits am 25. November. Der Vortrag am 25.11.2016 ist somit der letzte in der jetzigen Sternwarte. Individuelle Führungen sind ebenfalls nur noch bis Ende November möglich.

Wir haben vorgesehen, unsere Vorträge ab Februar 2017 übergangsweise in der Volkshochschule zu halten. Darüber und über alle anderen Termine werden wir Sie hier auf unserer Homepage informieren.

Postalisch sind wir ab Dezember 2016 über das Postfach des Trägervereins zu erreichen:

Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck (ASL) e.V., Postfach 2209, 23510 Lübeck.

Telefonisch sind wir ab Dezember 2016 unter der Rufnummer 0451 5469490 erreichbar (Anrufbeantworter).

Unsere E-Mail-Adresse bleibt bestehen: info@sternwarte-luebeck.de

Wo und wann die Sternwarte Lübeck ihren Betrieb wieder aufnehmen kann, ist zurzeit noch nicht geklärt. Wir arbeiten derzeit an verschiedenen Szenarien. Wenn auch Sie uns unterstützen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf – wir benötigen Ihre Hilfe und nehmen sie gern entgegen!

Die Zukunft der Sternwarte und der Lübecker Astronomie steht jetzt im Sinne des Wortes in den Sternen.

7 Gedanken zu „Sternwarte schließt Ende 2016

  1. …und wieder einmal ein Beweis, dass die Prioritäten (nicht nur in der Lübecker Planung) völlig falsch gesetzt werden zu Ungunsten der Bildungsstätten

  2. Eine endgültige Schließung der Lübecker Sternwarte wäre eine Katastrophe für die wissenschaftliche Bildung. Fast die ganzen 52 Jahre, die ich mich für Astronomie interessiere, war die Lübecker Sternwarte mit seinem damaligen Leiter Dr. Peter von der Osten-Sacken ein Begriff. Die Tradition wurde von den jetzigen Verantwortlichen konsequent und erfolgreich fortgeführt. Die Sternwarte ist weit über die Grenzen der Hansestadt Lübeck bekannt, nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern bundesweit. Sie ist eine der größten Amateursternwarten Norddeutschlands (gewesen).

    Wie immer im Bereich Kultur, Wissenschaft und Bildung sind derartige Einrichtungen auf die Unterstützung durch Unternehmen der industriellen Wirtschaft, durch Banken oder Versicherungen angewiesen. Die Sternwarte durfte sich glücklich schätzen, einen zuverlässigen Mäzen an ihrer Seite zu haben, der die Sternwarte auch nach Bekanntwerden der Schulschließung nicht im Stich zu lassen schien. Ich habe die Architektenpläne gesehen und war angetan von der Zusammenarbeit zwischen Mäzenat und Sternwarte.

    Der Atem blieb mir im Halse stecken, als ich erfuhr, dass die Unterstützung schlagartig abgesagt wurde. In Vertrauen auf die Geldmittel wurde ein Architekt beauftragt. Wer zahlt diesen nun? Wer zahlt die Abbaukosten? Ich ahne Schlimmes, dass hier das private Sparbuch der Vereinsmitglieder belastet wird. Das alles darf nicht wahr sein.

    Ich hoffe, ich habe das alles nur geträumt. Gibt es denn in Lübeck keinen an der astronomischen Bildung interessieren Mäzen? Hat die traditionsreiche Hansestadt wirklich keine Lösung? Der Urknall war vor über 13 Mrd. Jahren, nicht 2016. Daher rufe ich aus: Rettet die Sternwarte!

    gez. Astrophysiker Dr. Erik Wischnewski

  3. Ich finde es persönlich echt schade, dass die Sternenwarte schließt. Ich war selbst oft mit meiner Freundin dort und es hat uns immer sehr gefallen. Würden uns sehr freuen, wenn die Arbeit für Sie weitergehen würde.

    Liebe Grüße, Ben

  4. Als ehemaliges Mitglied des ASL und POLARIS- Redakteur von 2010 bis 2012 tut es mir außerordentlich leid, dass die Sternwarte schließen muss. Mal wieder ein Beispiel für eine fehlgeleitete Stadtpolitik ?

    Ich wünsche dem ASL und den Betreibern der Sternwarte Glück und Erfolg bei der Suche nach einem neuen Standort !

    Joachim Gripp

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