Totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 2018 (Freitag auf Sonnabend) durchläuft der Vollmond den Kernschatten der Erde. Es kommt daher zu einer totalen Mondfinsternis, die von Lübeck aus sichtbar sein wird.

Wenn der Mond an diesem Freitagabend gegen 21:14 MESZ im Süd-Osten aufgeht, ist die Finsternis bereits im vollen Gange. Da die Sonne praktisch gleichzeitig auf der anderen Seite des Himmels untergeht, wird es noch sehr hell und der Mondaufgang deshalb nur schwer zu beobachten sein. Vielleicht zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei einer früheren Finsternis, jedoch näher am Horizont: Nur noch ein schmales Stück Mond ist sichtbar,  während sich der Rest im Kernschatten der Erde befindet.

2003-15-16 Mondfinsternis

Schon eine viertel Stunde später ist der Mond völlig verfinstert. Leider erreicht der Mond bei dieser Finsternis nur geringe Höhen über dem Horizont, denn zur Mitte der Finsternis um 22:22 MESZ steht er nur knapp 7° hoch und zum Ende der totalen Phase um 23:14 MESZ sind es gerade einmal 11°.

Eine freie Horizontsicht nach Süd-Osten ist also unbedingt erforderlich, um die Mondfinsternis erkennen zu können. Um 00:19 MESZ verlässt der Mond den Kernschatten der Erde, die partielle Phase der Finsternis vorbei. Der Mond durchläuft dann noch den Halbschatten der Erde, was jedoch eher unscheinbar ist.

Mondfinsternis am 27. Juli 2018

Zeiten der Phasen der totalen Mondfinsternis vom 27. Juli 2018
EreignisZeit (MESZ)Höhe über Horizont
Eintritt in den Halbschatten19:13unterm Horizont
Eintritt in den Kernschatten20:24unterm Horizont
Beginn der Totalität21:30
Mitte der Finsternis22:22
Ende der Totalität23:1411°
Austritt aus dem Kernschatten00:1915°
Austritt aus dem Halbschatten01:3017°

Eine Mondfinsternis ist grundsätzlich überall auf der Welt sichtbar, wo der Mond gerade über dem Horizont steht. In diesem Fall sind das Europa, das westliche Asien, Afrika, Indien, der indische Ozean und die Antarktis.

Die Mondfinsternis kann völlig gefahrlos mit bloßem Auge oder einem Feldstecher beobachtet werden. Besondere Schutzfilter sind nicht erforderlich.

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