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Totale Mondfinsternis am 16.05.2022

Am Morgen des 16.05.2022 (Montag) kommt es zu einer totalen Mondfinsternis, die von Lübeck aus teilweise sichtbar ist. Der Mond taucht um 3:31 Uhr (MESZ) in den Halbschatten der Erde ein. Um 4:28 Uhr tritt er dann in den Kernschatten der Erde ein und geht bereits um 5:16 Uhr (MESZ), nur wenige Minuten vor Erreichen der Totalität um 5:29 Uhr (MESZ), unter.

Auch wenn die Totalität nicht beobachtbar sein wird, lohnt sich ein Blick auf den Mond, der fast vollständig in den Kernschatten der Erde getaucht hinterm Horizont verschwindet. Aufgrund der Brechungseffekte unserer Atmosphäre ist ein interessantes Farbenspiel in blassen Rot- bzw. Orangetönen möglich.

Zur Beobachtung wird neben einem möglichst wolkenfreien Himmel auch eine, am besten bis zum Horizont freie Sicht nach Westen benötigt. Wer sich nicht nur auf seine bloßen Augen verlassen möchte, nimmt idealerweise ein Fernglas zur Hand.

Die Sternwarte wird zur Mondfinsternis nicht geöffnet sein.

Der genaue Zeitplan der Finsternis:

EreignisZeit (MESZ)Höhe über Horizont
Eintritt in den Halbschatten3:31Uhr10°
Eintritt in den Kernschatten4:28Uhr4,6°
Untergang des Mondes5:16Uhr/
Beginn der Totalität5:29Uhrunbeobachtbar
Mitte der Finsternis6:12Uhrunbeobachtbar
Ende der Totalität6:54Uhrunbeobachtbar
Austritt aus dem Kernschatten7:56Uhrunbeobachtbar
Austritt aus dem Halbschatten8:52Uhrunbeobachtbar

Der Lauf des Mondes von links nach rechts (Angaben in MESZ)

So war die MoFi-Nacht am 16. Juli 2019 in Lübeck

Ein fast wolkenloser Himmel bescherte uns eine perfekte Sicht auf die partielle Mondfinsternis am 16. Juli 2019.

50 Jahre Apollo 11 und Start der Saturn-V-Rakete

Der Mond ist derzeit in aller Munde, denn am 20. Juli jährt sich die erfolgreiche Landung der Apollo 11 Mission zum fünfzigsten Mal. Das war der Tag, an dem Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuß auf unseren Erdtrabanten setzte.

Am 16. Juli 1969 startete die Saturn-V-Rakete mit der Mondlandefähre an Bord. Dass genau 50 Jahre danach bei uns eine partielle Mondfinsternis zu beobachten ist, hätte man sich zum Jubiläum dieses historischen Ereignisses nicht passender wünschen können.

Sehr gute Beobachtungsbedingungen am neuen Standort der Sternwarte

Das Team der Sternfreunde Lübeck hatte sich mit 21 Mitgliedern am zukünftigen Standort der neuen Sternwarte eingefunden und zehnTeleskope zur Beobachtung des Himmelsschauspiels aufgebaut. Auch ein paar Gast-Astronomen waren mit eigener Ausrüstung aus dem Umland angereist.

Der neue Beobachtungs-Standort an der Grundschule Grönauer Baum bot eine sehr gute Rundumsicht. Außerdem gibt es trotz der relativen Nähe zur Innenstadt wenig störendes Umgebungslicht. Wir dürfen uns also in Zukunft auf viele weitere spannende Beobachtungsnächte an der neuen Sternwarte freuen!

Den etwa 80 Besuchern bot der Nachthimmel an diesem Abend nicht nur eine besonders gute Sicht auf die partielle Mondfinsternis. Durch seine Nähe zum Horizont wirkte der Mond auch besonders groß, weil man unbewusst seine scheinbare Größe mit den Dingen in der Umgebung vergleicht.

Um 22:02 MESZ trat der Mond in den Kernschatten der Erde ein, nur kurz nachdem er hinter den horizontnahen Bäumen aufgegangen war. Bei dieser partiellen Mondfinsternis war um 23:31 MESZ die maximale Bedeckung von 66 % erreicht. Auch für Laien war gut erkennbar, dass die durch den Erdschatten erzeugte Mondsichel eine ganz andere Form hat als eine normale Mondsichel, die durch den mond-eigenen Schatten entsteht.

Planeten und ISS

Während wir auf den Mondaufgang warteten, konnten wir außerdem wunderbar unsere großen Gasplaneten Jupiter und Saturn betrachten. Die Besucher waren begeistert. Viele hatten noch nie zuvor Saturns Ringe oder Jupiters gelbe Streifen und Monde selbst durch ein Teleskop gesehen. Gekrönt wurde der Abend dann durch den zweimaligen Überflug der ISS, der um 23:07 und um 0:43 gut zu beobachten war.