Aufgrund der vorhergesagten Wetterlage eines Sturmtiefs mit starkem Schneefall haben wir entschieden, den für Freitag, den 9. Januar 2026, geplanten Vortrag „Interstellare Objekte – Besucher aus den Tiefen des Alls“ von Dr. Carolin Liefke abzusagen.
Die Sicherheit unserer Gäste und unserer Referentin hat für uns oberste Priorität.
Herzlich willkommen in der Lübecker WortWerft: Die Sternwarte Lübeck zeigt großformatige Astrofotografien, die den Himmel ganz nah bringen – von leuchtenden Polarlichtern über Lübeck bis hin zu fernen Galaxien und Nebeln. Alle ausgestellten Bilder stammen von Mitarbeitenden der Sternwarte Lübeck und wurden von der Astro‑Foto‑AG aufgenommen. Die Ausstellung läuft vom 15. November 2025 bis 31. Januar 2026. Der Eintritt zur Vernissage ist frei.
Vernissage: Ein Abend zum Staunen
Am Samstag, 15. November 2025, um 19 Uhr eröffnen wir die Ausstellung in der Wortwerft mit einem Vortrag von Torsten Brinker (Sternwarte Lübeck): „Von den Weiten des Universums – Reisemöglichkeiten durch Raum und Zeit“. Kommen Sie vorbei, entdecken Sie Ihre Lieblingsmotive und kommen Sie mit uns ins Gespräch.
Kosmische Motive – ein kleiner Vorgeschmack
Freuen Sie sich auf eine lebendige Mischung: die Spiralgalaxie M81, der farbgewaltige Tarantel‑, Wizard‑ und Seelennebel, der Kugelsternhaufen M13, die seidig blauen Plejaden, Jupiter mit seinem „Großen Roten Fleck“, unsere Sonne im H‑Alpha‑Licht sowie besondere Mondmomente vom „Goldenen Henkel“ bis zum Vollmond über St. Marien und dem Mondaufgang über Travemünde. Dazu kommen Kometen wie NEOWISE und C/2023 A3 – teilweise im Zusammenspiel mit Milchstraße und Venus. Ein visueller Streifzug, der Lust macht, den Blick zu heben und weiterzufragen.
Wenn Sie die Vernissage verpassen
Kein Problem: Bis zum 31. Januar können Sie die Werke in der WortWerft weiterhin in Ruhe ansehen – ideal für einen inspirierenden Besuch zwischendurch oder mit Freundinnen und Freunden.
Ort, Zeitraum, Kontakt
Ausstellung: 15. November 2025 bis 31. Januar 2026, Lübecker WortWerft, Dankwartsgrube 39/41, 23552 Lübeck
Wer nach der Ausstellung selbst abheben möchte: Jeden Freitagabend ab 21 Uhr (September bis März, bei klarem Himmel) öffnen wir die Sternwarte für öffentliche Himmelsbeobachtungen – mit Blick durch unsere Teleskope auf Mond, Planeten und Deep‑Sky‑Objekte. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Schreibworkshop in der Sternwarte im Dezember
Schreibworkshop am Sonntag, 7.12.2025 von 17 bis 20 Uhr in der Sternwarte Lübeck mit dem Team der Sternwarte und HannaH Rau von der Wortwerft. „Wort und Weltall“ – Stift statt Rakete: Wir suchen mit dem Team der Sternwarte nach Flucht- und Sehnsuchtsorten beim Blick durchs Teleskop. Anschließend nehmen wir den Bus ins All und schreiben uns in ferne Galaxien mit ungewöhnlichen Begegnungen. Treffpunkt: Sternwarte Lübeck, Reetweg 5-7, 23562 Lübeck Uhrzeit: 17 bis 20 Uhr Kosten: 49,- € Anmeldung und mehr über: post@wortwerkerin.de
Beitragsbild: M27 (Hantelnebel, NGC 6853) – In einem solchen planetarischen Nebel wird unsere Sonne in etwa 5 Milliarden Jahren enden. Foto: Knud Henke, Sternwarte Lübeck
Der Herbst steht vor der Tür, und für viele Hobbyastronomen und solche, die es noch werden wollen, beginnt damit auf der Nordhalbkugel die „Astronomiesaison“. Nächte, in denen es nur kurz oder fast gar nicht dunkel wird, die sogenannten „weißen“ Nächte, neigen sich dem Ende entgegen. Die langen Dämmerungen des Sommers weichen endlich längeren, wirklich dunklen Nächten. Wenn dazu die Luft abkühlt, wird die Atmosphäre oft stabiler und weniger dunstig, was uns den kristallklaren Himmel beschert, den wir uns für das Beobachten und Fotografieren des Nachthimmels wünschen. Es ist die perfekte Zeit, um wieder nach draußen zu gehen.
Totale Mondfinsternis am 7. September 2025
Aber der September hat darüber hinaus in diesem Jahr etwas ganz Besonderes im Gepäck: Eine totale Mondfinsternis!
Am 7. September kurz vor 20 Uhrwird der Mond über Lübeck bereits verdunkelt, als sogenannter „Blutmond“ aufgehen. Der Begriff bezieht sich auf die rötliche Färbung, die der Mond in dieser Phase zu haben scheint.
Die Totalitätsphase dauert bis 20.52 Uhr, danach tritt der Mond wieder aus dem Erdschatten heraus und es folgt die – zumindest beobachtungstechnisch – spannendere partielle Phase, die um 21.56 Uhr endet.
Verlauf der totalen Mondfinsternis am 07. September 2025. Mondaufgang ist in Lübeck um 19:57 MESZ. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde
Während der gesamten Finsternis wird der Mond relativ tief am Horizont stehen, so dass es für die Beobachtung wichtig ist, einen Standort zu wählen, der einen freien Blick Richtung Osten zulässt. Dies ist zum Beispiel in Travemünde auf der Promenade (Höhe Brügmanngarten) oder auch südlich der Stadt auf dem Lisa-Dräger-Weg (Höhe Bornkamp) möglich.
An der Sternwarte Lübeck können wir die Mondfinsternis auf Grund der örtlichen Gegebenheiten nicht beobachten. Die Sternwarte ist daher geschlossen.
Natürlich werden sich die Vereinsmitgleider der Sternwarte Lübeck dieses kosmische Spektakel nicht entgehen lassen und ebenfalls an den oben genannten Orten mit ihren Teleskopen und Kameras anzutreffen sein. Gerne geben wir Ihnen auch weitere Informationen und Erklärungen zum Ablauf der Mondfinsternis. Kommen Sie vorbei und sprechen Sie uns an.
Viele Menschen beobachteten die totale Mondfinsternis und Marsopposition am 28.07.2018 vom Dräger-Wanderweg aus. Foto: Martin Schroeder, ASL e.V.
Und nun heißt es nur noch Daumen drücken für einen wolkenlosen Himmel am 7. September.
Beitragsbild: Blutmond bei der totalen Mondfinsternis am 28.07.2018, Martin Schroeder, ASL e.V.
Schon am 7.6.2025 machten sich zwei tapfere Recken der Sternwarte Lübeck auf, um den Vorbeiflug der Internationalen Raumstation (ISS) vor der Sonne im Bild festzuhalten. Leider machten dicke Wolken dieses Vorhaben zunichte.
Doch am 9.6.2025, am Pfingstmontag, sollte es eine weitere Chance geben. Abermals machten sich die wagemutigen Mitglieder der Sternwarte auf, um das Objekt ihrer Begierde zu fotografieren. Und sie brachten Verstärkung mit. Am Ende beobachteten sechs ISS-Hungrige den Himmel und jede noch so kleine Wolke wurde argwöhnisch verfolgt.
Ein ISS-Transit vor der Sonne ist kein ungewöhnliches Ereignis, allerdings muss man sich an genau dem richtigen Ort zu genau der richtigen Zeit befinden. Weicht der Standort nur zwei Kilometer vom optimalen Ort ab, fliegt die ISS an der Sonne vorbei und man bekommt die Silhouette der Raumstation nicht zu sehen. Und noch andere Dinge müssen bedacht werden. Ganz wichtig ist natürlich, dass man – egal ob beim Beobachten als auch beim Fotografieren der Sonne – immer einen entsprechenden Filter oder spezielle Sonnenbeobachtungsbrillen einsetzen muss. Ohne diese Filter schädigt man seine Augen und auch die Optiken/Kameras der Teleskope. Außerdem gilt es zu bedenken, dass die ISS schnell ist … sehr schnell. Sie bewegt sich mit 7,39 km/s fort und von der Erde aus betrachtet dauert der Transit weniger als eine Sekunde. Das erfordert genaue Planung und vor allem den rechtzeitigen Aufbau der Teleskope.
All das im Kopf trafen sich die Mitglieder der Sternwarte zur Mittagszeit am Pfingstmontag in der Nähe von Utecht auf einem Parkplatz und begannen mit den Vorbereitungen. Zunächst nur von ein paar neugierigen Kühen und Nandus beobachtet, dauerte es nicht lange, da wurden sie auch schon von nicht minder neugierigen Wanderern und diversen vorbeifahrenden Auto- und Radfahrern angesprochen, was es denn Spannendes zu sehen gab. Gerne wurde Auskunft gegeben und die Begeisterung übertrug sich auf die Schaulustigen, die natürlich auch mal durch die Teleskope schauen durften.
Aufbau zur Sonnenbeobachtung mit ISS-Transit. Foto: (c) Julia Resch, ASL
Somit verging die Zeit bis zum Ereignis des Tages wie im Fluge. Um 13:30 Uhr und 32 Sekunden sollte die ISS vor der Sonne vorbeiziehen. Doch um 13:28 Uhr wurde die Sonne abermals durch eine dicke Wolke verdeckt. Sorgenvoll blickten die Sonnenbeobachter zum Himmel, aber mit Hilfe des Windes, ein paar energischen Pustern und einem kleinen Stoßgebet wurde die Wolke vertrieben und um 13:29 Uhr zeigte sich die Sonne wieder in ihrer vollen Pracht. Das war auch der Moment, in dem die Hobbyastronomen die Kameras starteten. Zum größten Teil wurden Videos aufgenommen, um auch wirklich nichts zu verpassen, doch ein verwegegenes Mitglied fotografierte sogar manuell und das Klicken des Auslösers war in der gespannten Stille deutlich zu hören. Plötzlich rief jemand: „Da war sie! Ich hab sie gesehen!“ Unverzüglich war der kleine Bildschirm des betreffenden Mitglieds umringt, während das kurze Video erneut abgespielt wurde.
Die internationale Raumstation ISS als Silhouette vor der Sonne im Weißlicht. Man erkennt deutlich die Solarpaneele und den modularen Aufbau. Rechts von der ISS sind auf der Sonnenoberfläche die aktiven Regionen 4109 und 4105 als Sonnenflecken zu sehen, am Ostrand die aktive Region 4111, die an diesem Tag neu aufgetaucht ist. Die ISS misst 110 Meter Länge und ist damit etwa so lang wie ein Fußballfeld. Der große Sonnenfleck am Ostrand dagegen ist etwa einen halben Erddurchmesser groß. Foto: (c) Oliver Paulien, ASL
Und tatsächlich, da war sie! Die ISS, die in einem Bruchteil einer Sekunde vor der Sonne vorbeiflog. Die Aktion „ISS-Sonnentransit“ war ein voller Erfolg geworden. Glücklich packten die Mitglieder der Sternwarte ihre Teleskope, Kameras und diverses anderes Equipement wieder ein und fuhren nach Hause.
Zusammengesetztes Bild aus den Einzelbildern des Vorbeiflug-Videos. Außer den Sonnenflecken kann man auf dieser Aufnahme auch eine gewisse Körnigkeit der Sonnenoberfläche erkennen. Dies ist kein Bildartefakt sondern ein tatsächliches Phänomen, das durch Konvektion in einer Schicht unterhalb der Photosphäre erzeugt wird. Diese Granulation ist ähnlich wie das Blubbern in kochendem Wasser und beruht auf Temperaturunterschieden von etwa 500 Grad. Foto: (c) Alexander Müller, ASL
Am 17.05.2025 fand das norddeutsche Astrofotografentreffen hier bei uns in der Sternwarte Lübeck statt. Wir haben uns erneut als Gastgeber bereit erklärt dieses Treffen auszurichten und es waren diesmal sogar Gäste aus Jena und Hildesheim mit dabei.
Das NAFT wird seit den 70iger Jahren von Astrofotografen für interessierte Astrofotografen ausgerichtet, es gibt also kein vorher ausgetüfteltes Vortragsprogramm. Bei Interesse trägt man sich einfach vor Ort auf den legendären „Zettel“ ein.
Insgesamt wurden uns 9 Vorträge in unterschiedlichen Länge angeboten.
Es ging um das Weltraumwetter, die Sonnenbeobachtung und -fotografie von Olaf Squarra, es wurde die Venus als Abend/Morgenstern von Bernd Schatzmann vorgestellt.
Olaf Squarra
Bernd Schatzmann
Justus Falk hat uns das kosmische Hufeisen (ist ein System aus zwei Galaxien, das durch die Gravitation verzerrt dargestellt wird) sehr gut erklären und darstellen können.
Justus Falk
Eine selbst gefertigte Automatisierung einer 5,3 Meter Baaderkuppel war das Thema eines Vortrages von Thorsten Schipmann. Uns wurden ausführlich die verschiedenen und unterschiedlichen Schritte bis zur Fertigstellung erklärt, sehr spannend.
Thorsten Schipmann
Viele schöne Astrofotos zeigte uns Julia Resch u. a. eine wunderschöne Komposition von der Milchstraße, dem Kometen (C/2023 A3 (Tsuchinshan-ATLAS) und der Venus aus Mallorca.
Julia Resch
Knud Henke begann seinen Vortrag „Thermisches Rauschen“ mit einem Bild und dem ewig leidigen Thema, Jugendliche und die Handynutzung. Am Anfang noch ein wenig irritiert merkte ich schnell den Übergang zum eigentlichen Thema, das Handy läuft heiß. Dafür gibt es eine Handykühlung, die wurde sogleich zweckentfremdet und für die Astrokamera getestet. Es war echt spannend sich diese Werte anzuschauen und somit auch zielführend diese Handykühlung tatsächlich für die Astrofotografie einzusetzen um mögliches Rauschen zu verringern.
Handykühler im Test
Handykühler zur Anschauung
Black Shark FunCooler 4 Pro
So im Dunkeln ist der FunCooler 4 Pro schon eine starke Lichtverschmutzung, aber ich habe die Hoffnung, dass man die Leuchtdioden entweder ausschalten oder auf Rot umprogrammieren kann.
Nach einer Pause – in unserem Space-Kaffee konnten wir uns alle stärken – wurde es dann noch einmal spannend.
Stärkung im Space Kaffee
Im Gespräch
Tatsächlich konnte Oliver Paulien, nach sehr langer Zeit endlich berichten, dass er sein Problem gelöst hat. Es ging um die Astrofotografie bei Wind und eisiger Kälte. In den Jahren wo er die Astrofotografie mit Leidenschaft lebt, hat er unzählige Ideen gehabt und versucht sie zu verwirklichen, nichts war passend, seine letzte Vorrichtung flog einfach weg. Nun kam er auf die tolle Idee, ein Zelt einfach umzudrehen. Somit stand er mit seinem Equipment auf dem Dach des Zeltes, war von allen Seiten gut geschützt und hatte nach oben hin keine Einschränkungen.
Oliver Paulien
Ein Bild von Oliver Paulien. Das neue Zelt VEVOR Outdoor Camping Zelt in Utecht im Einsatz
Hartwig Lüthen, Vortrag Seestar
Michael Schomann präsentierte uns wunderschöne Zeitrafferaufnahmen. Sie entstanden mit einem Fisheye und wurden in Spanien aufgenommen.Beim Sichten des Bildmaterials entdeckte er dann, dass er sogar Polarlichter mit aufgenommen hatte.
Michael Schomann
Es war ein tolles Treffen, eine gute Kommunikation, Fachwissen und auch der Spaß kamen nicht zu kurz.
Tag der offenen Tür an der Sternwarte Lübeck von 10:00 bis 23:00
Jedes Jahr findet der bundesweite Astronomietag statt, an dem zahlreiche astronomische Einrichtungen ihre Türen öffnen.
Die Sternwarte Lübeck an der Grundschule Grönauer Baum ist ab 10:00 morgens bis 23:00 geöffnet und wird Ihnen ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie bieten.
Der Eintritt ist frei – wir freuen uns über Spenden!
Auf Grund der zu erwartenden großen Besucherzahl empfehlen wir die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmittlen. Die Anzahl der Parkplätze im umgebenden Wohngebiet ist begrenzt.
Um 10:30 Uhr erklären wir in einem Kurzvortrag wie Sonnenfinsternisse entstehen.
Ab circa 11 Uhr werden Sie die Gelegenheit haben, die Sonne und die Finsternis live durch unsere ebenerdig aufgebauten speziell ausgerüsteten Sonnenteleskope zu beobachten.
Sonnenbeobachtung zur partiellen Finsternis am 21. März 2015, noch am alten Standort der Sternwarte an der Johannes-Kepler-Schule.
Zusätzlich werden wir das Bild aus der Beobachtungskuppel live in den Vortragsraum übertragen, um einer größeren Zahl von Besuchern den Anblick zu ermöglichen. Der Beobachtungsturm mit Kuppel ist während der Finsternis nicht für Besucher geöffnet.
Die Finsternis beginnt in Lübeck um 11:27 Uhr, erreicht ihr Maximum um 12:18 Uhr.und endet um 13:09 Uhr.
Daten der partiellen Sonnenfinsternis in Lübeck. Angaben in Ortszeit (MEZ).
Ab 14 Uhr bis 20 Uhr gibt es stündlich Kurzvorträge zu astronomischen Themen.
Uhrzeit
Referent
Titel
ZIelgruppe
10:30
Dr. Regina Orzekowsky-Schroeder
Wie Sonnen- und Mondfinsternisse entstehen
alle
14:00
Volkmar Andres
Unser Mond
alle
15:00
Knud Henke
Totale SoFi 2026 in Europa – Tipps zur Reiseplanung
Erwachsene
16:00
Torsten Brinker
Interstellare Reisen
alle
17:00
Martin Schroeder
Einstieg in die Astrofotografie mit Smart-Teleskopen
alle
18:00
Ingrid Meyer-Jülich
Orion der Jäger
Kinder
19:00
Lena Kalinowska & Michel Hartkopf
Von der Flachen Erde bis zu versteckten Kontinenten – Woher kommen Verschwörungstheorien rund um den Kosmos und wie(so) entstehen sie?
alle
20:00
Carsten Krege
Sonnen- und Sternforschung in Schleswig-Holstein
Erwachsene
Programm der Kurzvorträge am Astronomietag 29.03.2025. Änderungen vorbehalten.
Verschiedene Mitmach-Stationen laden zum Spielen und Entdecken ein. Natürlich ist auch unsere beliebte Wasserrakete wieder am Start!
In unserem Space-Café wird mit Snacks und Getränken für das leibliche Wohl gesorgt (solange der Vorrat reicht).
Zusätzlich können Sie am Frühjahrshimmel abends live unsere Planeten Mars und Jupiter mit seinen Monden bewundern sowie weitere faszinierende Objekte wie Kugelsternhaufen, Supernovaüberreste oder sogar weit entfernte Galaxien.
Wir werden eine Vielzahl von unterschiedlichen Teleskopen für Sie aufbauen – die ideale Möglichkeit, sich unabhängig zu informieren, was das Richtige für den eigenen Wunschzettel sein könnte. Hier kann jeder, der möchte, einen Blick durchs Okular werfen oder dabei zusehen, wie durch Live-Stacking digitaler Kameratechnik faszinierende farbigen Astrofotos entstehen.
Im Anschluss bieten wir zum letzten Mal in dieser Saison die öffentliche Abendbeobachtung für alle Interessierten an. Die Wetterprognose ist gut, also nutzen Sie diese Gelegenheit!
Am 29.03.2025 ist als astronomisches Highlight des Jahres bei uns in Lübeck eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.
die Chance, den aktuellen Kometen C/2023 A3 Tsuchinshan-Atlas mit seinem extrem langen Schweif noch am Nachthimmel zu erwischen, schwindet mit jedem Tag. Falls Sie ihn noch einmal sehen und keine 80.000 Jahre bis zu seinem erneuten Erscheinen warten möchten, kommen Sie gerne am morgigen Freitag, 25.10.2024 ab 19:30 Uhr zu uns in die Sternwarte. Wir starten dafür die öffentliche Beobachtung etwas früher als sonst. Der aktuellen Wettervorhersage nach werden die Wolken knapp an uns vorbeiziehen. Wie jeden Freitag im Winterhalbjahr startet dann ab 21 Uhr unsere Öffentliche Beobachtung des Nachthimmels.
Wir freuen uns auf Sie!
Beitragsbild: Komet Tsuchinshan-ATLAS zwischen den Türmen des Lübecker Doms. Torsten Brinker, ASL e.V.
Aussicht aus der Beobachtungskuppel: Komet C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS über dem Gelände der Universität zu Lübeck. Foto: Oliver Paulien, ASL e.V.
Voller Vorfreude haben wir auf diese Aussicht aus der Kuppel gewartet: heute konnte unser ehemaliger Vorsitzender Oliver Paulien den Kometen erstmals aus unserer Sternwarte heraus ablichten.
Visuell ist der ausgeprägte Staubschweif auch vor dem aufgehellten Stadthimmel handbreit deutlich zu sehen (ca. 5-6° Ausdehnung). Der Kometenkopf erscheint heller als Alpha Serpentis. Das ist der hellste Stern im Sternbild Schlage, in den der Schweif des Kometen auf dem Bild scheinbar ausläuft. Dieser Stern hat eine Helligkeit von 2.8 mag. Der hellste Stern rechts im Bild ist Arkturus im Bärenhütermit -0.05 mag. Somit läßt sich die beobachtete Helligkeit des Kometen grob einordnen.
Aus den Beobachtungsdaten vieler weiterer Amateurastronomen hat die VdS-Fachgruppe Kometen nachfolgende Helligkeitsprognose erstellt.
Tag
MESZ
Höhe über Horizont [°]
Azimut [°]
geschätzte Helligkeit [mag]
15.10.2024
18:54
17
246
0.9
16.10.2024
18:52
20
242
1.1
17.10.2024
18:50
22
239
1.3
18.10.2024
18:48
24
236
1.5
Koordinaten und Helligkeitsprognose für C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS vom 12.10.2024. Daten: Michael Möller, VdS -Fachgruppe Kometen, Ehrenmitglied ASL e.V.
Für morgen, den 15. Oktober, ist klarer Himmel angesagt. Alle Lübecker haben die Chance, den Kometen in den nächsten Tagen abends freiäugig oder mit einem Feldstecher zu sichten. Geeignete Standorte sind solche, die freie Sicht nach Südwesten haben. Die beste Beobachtungszeit ist gegen 20 Uhr.
Da der Komet sich nun immer weiter von der Sonne entfernt, gewinnt er von der Erde aus gesehen nach Sonnenuntergang täglich an Höhe, während der Kometenschweif nach und nach schwächer wird.
Aufsuchkarte für Komet C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS. Urheber: Vereinigung der Sternenfreunde, VdS.
Tag der offenen Tür an der Sternwarte Lübeck von 10:00 bis Mitternacht
Jedes Jahr findet der bundesweite Astronomietag statt, an dem zahlreiche astronomische Einrichtungen ihre Türen öffnen.
Die Sternwarte Lübeck an der Grundschule Grönauer Baum ist ab 10:00 morgens bis Mitternacht geöffnet und wird Ihnen ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie bieten.
Auf Grund der zu erwartenden großen Besucherzahl empfehlen wir die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmittlen. Die Anzahl der Parkplätze im umgebenden Wohngebiet ist begrenzt.
Ab 12:00 gibt es stündlich Kurzvorträge für Kinder und Erwachsene: Was sind Kometen? Wie sehen andere Kulturen die Sternbilder? Warum leuchten die Sterne? Diese und weitere Themen stehen auf dem Programm. Oder vielleicht möchten Sie einfach die Schönheit unseres Universums eingefangen durch unsere Astrofotografen genießen – auch dann kommen Sie gerne vorbei!
Uhrzeit
Referent/in
Titel
Für wen?
12:00
Rinke Eilert
Unser Sonnensystem
Kinder
Sonne, Planeten und was noch..? Rinke erklärt euch Wissenswertes und Rekordverdächtiges zu unserem Sonnensystem.
13:00
Kai Eilert
Kometen
Alle
Komet C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS ist aktuell im Westen am Abendhimmel zu sehen und der Star des Astronomietags. Ein guter Anlass mehr über diese faszinierenden Himmelskörper zu erfahren
14:00
Knud Henke
Meteoriten – Zeitzeugen des frühen Sonnensystems
Alle
Schon mal einen Meteoriten in der Hand gehabt? Das ist Ihre Chance! Nebenbei können Sie einiges über Meteoriten und ihre Begleiterscheinungen lernen.
15:00
Volkmar Andres
Der Mond
Alle
Unser Mond ist etwas ganz Besonderes. Er ist unser nächster kosmische Begleiter und hat das Leben auf der Erde mit ermöglicht. Grund genug, ihn näher kennen zu lernen.
16:00
Ingrid Meyer-Jülich
Drei Außerirdische aus dem Bauwagen
Kinder
Drei Außerirdische sind in einen Lübecker Bauwagen eingezogen. Dies ist Ihre Geschichte und gleichzeitig der Beginn des Kinderquiz.
17:00
Knud Henke
Teleskope – Eine Buchvorstellung aus dem Jahr 1747
Erwachsene
Wie haben Astronomen eigentlich den Himmel vor 250 Jahren erkundet? Werfen wir gemeinsam ein Blick ein Buch von 1747, in welchem es um den Bau von Teleskopen geht.
18:00
Lena Kalinowska & Michel Hartkopf
Wie andere Kulturen die Sternbilder sehen
Alle
Eines vereint alle Menschen auf der Welt: Der nächtliche Blick in den Sternenhimmel. Doch jede Kultur sieht dabei etwas anderes in den Sternen…
19:00
Martin Schroeder
Astrofotografien und was wir daraus lernen können
Alle
Das Universum überrascht mit einer Vielzahl faszinierender Objekte, von Galaxien, explodoerenden Sternen, leichtenden Gaswolken und anderen Kuriositäten. Lernen wir sie anhand selbst erstellter Astrofotos kennen.
20:00
Dr. Regina Orzekowsky-Schroeder
Sommer, Sonne, Seestar – ein Jahr mit dem ZWO-Smart-Teleskop
Alle
Smarte Teleskope wie das Seestar S50 sind mobil, bedienerfreundlich und erstaunlich leistungsstark. Ein Erfahrungsbericht mit eigenen Beobachtungshighlights, unter anderem der Sonnenfinsternis vom 8. April 2024.
21:00
Dr. Radoslaw Mazur
Warum leuchten die Sterne?
Erwachsene
Die Sonne versorgt uns seit gut 4,5 Milliarden Jahren mit Licht und Wärme. Doch was genau passiert da, in diesem und den etwa 70 Trilliarden anderen Sternen im sichtbaren Universum?
22:00
Knud Henke
Polarlichter
Alle
Aktuell sind häufiger Polarlichter sichtbar, auch in Deutschland. In diesem Vortrag erfahren wir, wie sie entstehen und wie man sie am besten besobachten und fotografieren kann.
Programm der Kurzvorträge am Astronomietag 19.10.2024
Verschiedene Mitmach-Stationen laden zum Spielen und Entdecken ein. Ab 12:30 bis 17:30 planen wir stündlich einen Start unserer neuen Wasserrakete. Nach dem Kindervortrag um 16 Uhr startet ein Kinder-Quiz mit kleinen Preisen.
Starttests mit unserer Wasserrakete an der Sternwarte Lübeck. Foto: Sternwarte Lübeck
In unserem beliebten Space-Café wird mit Snacks und Getränken für das leibliche Wohl gesorgt (solange der Vorrat reicht).
Sonne, Planeten und ein Komet
Der Himmel über Lübeck – LIVE und draußen
Die letzten zwei Jahre hat das norddeutsche Wetter am Astronomietag leider nicht mitgespielt: die Sonne schien in Strömen. Aber dieses Jahr gibt es eine neue Chance, und es wird bestimmt „MEGA-klar“ (so sagt es unser vereinsinterner Wetterbeauftragter).
Wenn das Wetter es zuläßt, werden wir tagsüber mit speziell ausgerüsteten Teleskopen unsere Sonne beobachten. Die Sonne befindet sich aktuell in einem Maximum ihres elfjährigen Aktivitätszyklus. Wenn der Himmel frei ist, können wir fast sicher eine Vielzahl von Sonnenflecken und Protuberanzen beobachten. Protuberanzen sind Auswürfe von solarem Plasma an der Oberfläche. Wenn diese Sonnenmaterie nicht auf die Sonne zurückfällt, sondern bis zur Erde gelangt, können Polarlichter entstehen.
Aktive Sonne über Lübeck am 29. Juli 2024. Bild: Regina Orzekowsky-Schroeder
Als besonderes astronomisches Highlight wird in den frühen Abendstunden der Komet C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS am Westhimmel zu beobachten sein. Wie hell und ausgeprägt die Schweiferscheinung dann sein wird, ist nicht genau vorhersagbar. Daher und wegen ihrer Seltenheit sind gut sichtbare Kometen für alle Astronomen besonders spannend.
Aufsuchkarte für den Kometen Tsuchinshan-ATLAS am Abendhimmel im Oktober 2024. Urheber: VdS.
Zusätzlich können Sie am herbstlichen Nachthimmel live unsere Planeten Jupiter und Saturn bewundern sowie weitere faszinierende Objekte wie Kugelsternhaufen, Supernovaüberreste oder sogar weit entfernte Galaxien.
Wir werden eine Vielzahl von unterschiedlichen Teleskopen für Sie aufbauen – die ideale Möglichkeit, sich unabhängig zu informieren, was das Richtige für den eigenen Wunschzettel sein könnte. Hier kann jeder, der möchte, einen Blick durchs Okular werfen oder dabei zusehen, wie durch Live-Stacking digitaler Kameratechnik faszinierende farbigen Astrofotos entstehen.
Möchten Sie Ihr erstes eigenes Astrofoto aufnehmen? Wir werden ein Teleskop mit einer Halterung für Ihr Smartphone ausrüsten, sodass Sie mit etwas Geschick ein eigenes Bild mit nach Hause nehmen können.
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.