Sonnenfinsternis 2015

Partielle Sonnenfinsternis 20. März 2015

Viele Besucher kamen am 20. März 2015, einen Tag vor dem bundesweiten Astronomietag, zur Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis zur Sternwarte. Viele Schulklassen unterbrachen ihren normalen Unterricht und waren gekommen, um diese seltene Erscheinung zu erleben.

Sonnenfinsternis 2015

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Um 09:38 Uhr schob sich der Neumond unter großer Begeisterung der Besucher langsam vor die Sonne. Die maximale Phase wurde gegen 10:46 Uhr erreicht, als knapp 80% der Sonne vom Mond verdeckt worden waren.

Sonnenfinsternis 2015

Alle Bilder finden Sie in unserer Sonnen-Fotogalerie.
Sonnenfinsternis 20. März 2015

Zeitrafferfilm der Finsternis:

Die Mitarbeiter der Sternwarte ermöglichten einen gefahrlosen Blick auf die verfinsterte Sonne, denn die Teleskope waren durch spezielle Filter vor der enormen Hitzewirkung unseres Tagesgestirns sicher geschützt. Ansonsten würden die Linsen der Teleskope wie Brenngläser wirken und die Augen der Beobachter gefährden. Darüber hinaus hatten wir die bekannten Sonnenfinsternisbrillen angeschafft, die ein gefahrloses Beobachten auch ohne Teleskop ermöglichten.

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Wer seine Umgebung aufmerksam beobachtete, konnte bemerken, wie es am Vormittag wieder etwas dunkler und spürbar kälter wurde und das verbleibende Licht fahler wirkte.

Die Jalousien vor manchen Fenstern erzeugen stets eine ganze Reihe von Abbildern der Sonne, weil die kleinen Löcher, durch die die Zugfäden laufen, wie Camera Obscura wirken. Während der Sonnenfinsternis waren diese kleinen Sonnenbilder ebenfalls sichelförmig.

Die Jalousien vor manchen Fenstern erzeugen stets eine ganze Reihe von Abbildern der Sonne, weil die kleinen Löcher, durch die die Zugfäden laufen, wie Lochkameras wirken. Während der Sonnenfinsternis waren diese kleinen Sonnenbilder ebenfalls sichelförmig.

Die Lübecker Sofi-Fans hatten ausgesprochenes Wetterglück, denn der Himmel zog bereits am Nachmittag immer mehr zu, später setzte sogar Regen ein.

Diese Simulation zeigt, wie sich der Mondschatten langsam über die Erde bewegte, hier 300fach beschleunigt:

In Mitteleuropa lag der Bedeckungsgrad der Sonne zwischen 65 und 85%. Bei uns in Lübeck wurden knapp 80% der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt werden. Wem das nicht reichte, der konnte einen Trip nach Nord-Jütland unternehmen und dort 85% erleben. Die Totalitätszone lag allerdings noch ein Stück weiter nördlich und ließ sich nur per Schiff oder Flugzeug erreichen. Auf den Färöer-Inseln und auf Spitzbergen wurde es kurzzeitig ganz dunkel.

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