12.08.: Perseiden im Maximum

Im August eines jeden Jahres kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Myriaden von Staubteilchen des Kometen bewegen sich entlang dieser Bahn ebenfalls um die Sonne. Einige von ihnen treffen auf die Erde und verdampfen in unserer schützenden Atmosphäre. Dabei wird die umgebende Luft zum Leuchten angeregt und wir sehen eine Sternschnuppe (auch Meteor genannt). In diesem Jahr erreichen wir in der Nacht vom 11. auf den 12.08. den dichtesten Teil dieser „Staubwolke“. In den Nächten davor und danach sich besonders viele Sternschnuppen zu beobachten, die alle aus Richtung des Sternbildes Perseus zu kommen scheinen. Insgesamt können im gesamten August überdurchschnittlich viele Sternschnuppen erscheinen. Die Beobachtung ist denkbar einfach: Eine Liege, warme Kleidung, Decke oder Schlafsack und einen dunklen Ort mit freier Rund-um-Sicht. In der zweiten Nachthälfte können die meisten Sternschnuppen gesehen werden, da sich die Erde in den Strom hineindreht.

Wenn ein kosmisches Staubkorn mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringt, regt es die Luft für einen Augenblick zu Leuchten an, das wir dann als Sternschnuppe, auch Meteor genannt, sehen (Torsten Lohf)
Wenn ein kosmisches Staubkorn mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringt, regt es die Luft für einen Augenblick zu Leuchten an, das wir dann als Sternschnuppe, auch Meteor genannt, sehen (Torsten Lohf)

P.S.: Häufig wird gesagt, Sternschnuppen würden „verglühen“. Wäre dem so, könnten wir diese viel zu kleinen Objekte gar nicht beobachten. Bei der Leuchterscheinung handelt es sich um sog. Rekombinationsleuchten der Atmosphäre, nachdem die Luft durch das eindringende Staubteilchen ionisiert wurde.

P.P.S.: Natürlich gehen Wünsche nicht dadurch in Erfüllung, weil gerade ein Staubteilchen verdampft. Wir gehen trotzdem zur sicheren Seite und wünschen uns bei der ersten Sternschnuppe: Mehr Sternschnuppen 😉

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